Mein Ritualbesen – meine besondere Alternative zum Räuchern

Viele Schutz- und Reinigungsrituale werden traditionell mit Räucherwerk unterstützt. Doch in meiner Wohnung löst der Rauch sofort die Melder aus – also habe ich nach einer Alternative gesucht. Natürlich kann man mit Visualisierung sehr viel bewirken, doch ich mag es, ein greifbares „Werkzeug“ in den Händen zu halten.

Meine Wahl fiel auf etwas vielleicht Klischeehaftes: einen Reisigbesen. Ja, sofort hat man das Bild einer Hexe im Kopf, die auf ihrem Besen davonfliegt. Für mich jedoch steht dieser Besen nicht für Zaubermärchen, sondern für Reinheit und Klarheit – das Saubermachen auf energetischer Ebene. Und Hand aufs Herz: ein Staubsauger wäre für Rituale doch reichlich unpraktisch und würde die feine Energie nur stören.

Wichtig ist: Ein Ritualbesen sollte ausschließlich für diesen Zweck genutzt werden. Er verdient Respekt, einen besonderen Platz, getrennt von den alltäglichen Putzutensilien. Bevor er dir dient, wird er geweiht oder gesegnet – so wird er zu einem lebendigen Teil deines spirituellen Weges.

Die Weihe kannst du bei Neumond oder zunehmendem Mond vollziehen. Suche dir dafür einen stillen Moment. Ich selbst habe zusätzlich die Sonnenkraft einbezogen – das Feuer steht für Tatkraft, das Tageslicht für Klarheit. So halte ich meinen Besen in den Händen, entweder draußen in der Natur, wo er durch seine Zweige und dem Holzstiel seinen Ursprung hatte, oder am geöffneten Fenster, wo ihn ebenso das Element Luft berührt.

Gerade in der zunehmenden Mondphase entfaltet sich die Kraft des Aufladens und Segnens besonders stark. Diese Zeit steht für Wachstum, für das Entfalten von Energien – ideal, um Ritualgegenstände zu weihen, die dich später bei Reinigung, Schutz und Lichtarbeit begleiten.

Nach der Segnung kannst du deinen Besen zusätzlich über Nacht ins Mondlicht legen – das stärkt die Verbindung noch einmal.

Das Ritual selbst darf schlicht bleiben. Ich stelle mich an einem sonnigen Tag ans geöffnete Fenster, atme mehrmals ein und aus, erde mich – bewusst. Ich halte meinen Besen in den Händen, schließe die Augen und spreche meinen persönlichen Ritualspruch. Wichtig ist nicht, wie kunstvoll er klingt – sondern dass er zu dir passt und aus deinem Herzen kommt.

Für mich macht es Sinn, einen persönlichen Ritualspruch so zu gestalten, dass er zuerst den Gegenstand selbst beschreibt, dann den Moment oder Umstand seiner Segnung benennt und schließlich seine Aufgabe festhält. Er muss dabei nicht in Reimform stehen – wichtig ist allein, dass er sich für dich stimmig und kraftvoll anfühlt:

„Aus Zweigen und Holz geboren, von der Sonne gekräftigt, vom Mondlicht gebunden, fegst du das Dunkle hinweg, ziehst das Gute an – und dienst nun mir.“

Zum Abschluss spreche ich die Worte:

„So sei es.“

Damit ist mein Besen bereit, mich zu begleiten – als Werkzeug, Symbol und treuer Helfer auf meinem spirituellen Weg.

Kater und Reisigbesen – Klischee einer Hexe erfüllt 😀

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