Der Schatz im Verborgenen

Nachdem die dritte Karte Theos Wesen so treffend widerspiegelte, blieb für mich die Frage offen: Warum nur ist dieser akribische, strukturierte Mann dennoch blockiert, den entscheidenden Schritt ins Licht zu gehen?

Mit dieser Spannung im Herzen zog ich die nächste Karte – Position 4.
Ich stellte Theo meine Frage ganz bewusst: „Welchen Schatz, welche unbewusste Lebenslektion, hast du mitgenommen?“

Es erschien die Karte 25 – der Ring.
Der Ring steht im Lenormand für Verbundenheit, Zugehörigkeit, Pflicht – sei es in einer Partnerschaft, oder aber auch in Verträgen.

An dieser Position jedoch offenbarte der Ring eine Botschaft, die mich sehr berührte:
Die wichtigste Verbindung ist die zu sich selbst. Selbsterkenntnis, Annahme des eigenen Weges und die Fähigkeit, das Leben nicht nur zu gestalten, sondern auch zu akzeptieren, wie es sich zeigt.

Theo war zu Lebzeiten voller Achtsamkeit für andere und doch nicht immer bereit, das, was das Leben ihm gab, anzunehmen. Manches Mal hätte er sich Energie sparen können, wenn er nicht an der Ungerechtigkeit haderte, sondern die Gegebenheiten akzeptierte und aus ihnen seine Kraft zog.

Die Botschaft der Karte sprach klar: Wenn er nun sein Schicksal annimmt, wenn er aufhört, Vergangenes verändern zu wollen, und stattdessen nur noch sich selbst in Liebe annimmt, kann er gestärkt und leuchtend ins Licht gehen.

Und so wurde mir klar: Theos Sehnsucht, noch Dinge zu bewegen, die längst nicht mehr in seiner Hand liegen, hält ihn gefangen. Der Ring erinnerte mich daran, dass wahre Freiheit erst dort beginnt, wo man das Unabänderliche in Liebe annimmt.

„Ach, Theo, nehme deinen Weg, so wie er ist.
Löse dich vom Widerstand und öffne dich der Liebe zu dir selbst.
In dieser Verbindung findest du Frieden – und das Licht darf dich tragen“

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