Ich war aufgeregt, als ich die erste Karte zog – die Schlüsselkarte, jene, die in Anlehnung an Petra Schmerlings Buch „Lenormand Karten als Brücke ins Jenseits“ die wohl wichtigste Frage beantworten sollte:
Wo befindet sich Theos Seele jetzt?
Hat er den Weg ins Licht gefunden?
Mit zitternden Fingern drehte ich die Karte um. Ein Atemzug der Spannung und dann – Erleichterung.
Karte Nr. 4 – Das Haus.
Ein leises Lächeln stahl sich auf meine Lippen. Das Haus – Symbol für Zuhause, Geborgenheit, Stabilität, Sicherheit. Und wie passend das war! Theo, der Mensch der Strukturen, der Ordnung, der in Routinen Frieden fand – er war angekommen.
Für einen Moment überkam mich ein leiser Zweifel.
War er vielleicht noch an sein früheres Zuhause gebunden, das inzwischen längst verkauft war? Doch Nein – das Haus in dieser Position gilt als positiv, ein klares Zeichen von Ankunft und Ruhe.
Ich schlug im Buch nach, um die Bedeutung zu vertiefen, und fand darin Bestätigung – und Trost.
Theo ist im Licht. Sein Hinübergehen war keine Flucht, sondern eine Heimkehr. Wie das Wiederfinden eines vertrauten Ortes, voller Struktur, Geborgenheit und Liebe.
In mir stieg Wärme auf – vielleicht hatte meine Unterstützung, ob sichtbar oder nur im Stillen, ihm geholfen, den Weg zu finden. Er ist zurück in seiner Stärke, frei von Zerrissenheit, frei von Blockade.
Ein paar Tränen der Erleichterung fanden ihren Weg. Mein größter Wunsch war erfüllt: Theo hat Frieden gefunden.
„Die Seele kennt den Weg – und manchmal lässt sie die Nebelschleier weichen und führt nach Hause ins Licht.“
In meinem nächsten Beitrag deute ich die zweite Karte dieser besonderen Legung – die Frage, wie es Theo jetzt geht. Bleib an meiner Seite, wenn sich das nächste Tor zwischen den Welten öffnet.
