Nun war es soweit.
Die letzte Karte – die persönlichste, die intimste, die, auf die ich mich einerseits freute und andererseits fast ein wenig bangte. Wie schon beim ersten Jenseitskontakt war sie Theos direkte Botschaft an mich.
Damals fiel das Herz – und mit dieser Karte all meine Fassung. Die Karte der wahren Liebe. Wie sollte man so etwas noch übertreffen?
Ich schüttelte innerlich den Kopf. Natürlich war das hier kein Wettbewerb. Und doch – in meinem Herzen flackerte Hoffnung auf. Ein kleines, sehnsüchtiges Flämmchen, das sich nach einem Zeichen sehnte, nach einem „Ich bin da, ich liebe dich“.
Ich atmete tief durch, vertraute auf die Magie und Klarheit des Vollmondes und zog die letzte Karte.
Karte 25 – Die Ringe.
Mein Herz hüpfte. Ein tiefer, warmer Strom durchflutete mich – diese Karte war reines Gold – wertvoll.
Im klassischen Lenormand stehen die Ringe für Verbindung, für Bindung, Partnerschaft, Wiederkehr und Vollkommenheit. Sie haben keinen Anfang und kein Ende, sind Symbol für Ewigkeit – für das, was niemals endet.
Ich sah hinüber zu Theos Foto. Am Rahmen meine Kette, an der unsere beiden symbolischen Eheringe hängen. Und ich wusste: Das war seine Antwort. Ja – wir sind verbunden. Nicht in irdischen Formen, aber auf einer Ebene, die tiefer reicht als Worte oder Zeit.
Wie schön, dachte ich, dass selbst über die Grenzen der Welten hinaus eine Liebe bestehen kann, die keinen Anfang und kein Ende kennt. Ein Kreis, ein Schutzkreis, der mich umgibt, hält, stärkt. Theo – mein stiller Beschützer, mein Bodyguard. Ich lächelte innerlich, denn sofort erklang in meinem Kopf Whitney Houstons Stimme: „I will always love you.“ Ja, Theo – ich dich auch.
Ich spürte, wie seine Energie sich langsam löste, friedlich, lichtvoll, getragen von Liebe. Ich bedankte mich bei ihm, beim Universum und bei allen Kräften, die diesen Kontakt getragen hatten. Dann löste ich langsam den Schutzkreis, atmete tief ein, ließ den Vollmond ein letztes Mal durch das Fenster scheinen und öffnete die Terrassentür – hinein ins Hier und Jetzt.
Der Raum war erfüllt von Frieden. Ich ging getragen von Glücksgefühlen zu Bett. Die Kater kamen schnurrend zu mir, legten sich an meine Seite, und ich ließ mich tragen – in einen Schlaf voller Dankbarkeit.
Die wahre Liebe kennt keine Grenzen. Sie wandelt sich, doch sie endet nie. Sie ist der Kreis, der mich hält – in dieser Welt und bis zum Wiedersehen in der nächsten.
Bis hierhin endet meine kleine Reise voller Licht, Liebe und stiller Magie. Wenn es wieder etwas zu berichten gibt, werde ich es auf Instagram ankündigen. Bis dahin – bleib gespannt, offen und neugierig.
