Karte 4 – Der Anker unserer Liebe

Nachdem ich mich mit der Schlange auf Position 3 arrangiert hatte – ein Lächeln im Herzen, ein Augenzwinkern von oben – wandte ich mich der nächsten Karte zu.
Sie trägt den Titel: „Meine Gabe für Theo – was kann ich (jetzt) noch für ihn tun?“

Langsam drehte ich die Karte um –
Nummer 35 – Der Anker.

Im klassischen Lenormand steht der Anker für Arbeit, Beruf, das, was uns hält, verankert, festigt.
Doch er kann auch das Gegenteil bedeuten – ein zu starkes Festhalten, das uns am Weitergehen hindert.
Wie so oft liegt die Wahrheit zwischen Licht und Schatten. Und weil Theo nun im Licht weilt, durfte ich die helle Seite dieser Karte deuten.

Der Anker steht hier für eine liebevolle, unerschütterliche Verbindung, für innere Ruhe und Stabilität.
Ein Symbol dafür, dass unsere Seelen, trotz der Weite zwischen den Welten, noch immer durch ein unsichtbares Band verbunden sind. Wie ein Schiff, das im sicheren Hafen liegt, bietet dieser Anker Halt, Frieden und Vertrauen.

Was für ein Geschenk, dachte ich.
Unsere Liebe – stärker als jeder Sturm, verankert tief in unserem beider Sein.
Sie nährt, trägt, beschützt – über Grenzen, über Zeiten hinweg.
Es gibt kein „Du“ und kein „Ich“ – nur dieses stille, ewige Wir.

Vielleicht ist genau das meine Gabe an ihn: diese Liebe zu halten, zu bewahren, damit sie weiterleuchten kann – im Diesseits wie im Jenseits.

„Wahre Liebe braucht keinen Ort – sie ist der Anker, der zwei Seelen den sicheren Halt bietet, egal wie heftig der Sturm tobt“

Im nächsten Beitrag öffne ich die fünfte Karte – Theos Rat für meinen Lebensweg. Welche Botschaft hält er für mich bereit? Bleib dabei, wenn sein Licht mir den Weg weist.

Der Anker – der sichere Halt, die Verbindung zweier Seelen

Die dritte Karte – Wenn das Jenseits schmunzelt

Zwei Karten voller Licht und Klarheit lagen bereits vor mir, und mein Herz war ruhig geworden.
Doch die dritte Karte – sie sollte mir nun eine ganz einfache Frage beantworten:
Hat mein Ritual an Theos Geburtstag ihm geholfen?

Eine klassische Ja-/Nein-Frage.
Klar, einfach, dachte ich – doch das Universum liebt es bekanntlich, ein wenig mit uns zu spielen. Ich spürte das vertraute Kribbeln, und zog schließlich die Karte.

Nummer 7 – Die Schlange.

Ich seufzte. Ein kleines, ungläubiges Lächeln stahl sich auf mein Gesicht. Ausgerechnet die Schlange.

In der Lenormand-Welt steht sie oft für Umwege, Versuchungen, manchmal auch für Warnungen.
Und im alten Skat-System – das man ja gerne vergisst, wenn man nur noch die bunten Bilder sieht – trägt sie das Zeichen der Pik-Dame.

Nur wenige wissen, dass die Lenormandkarten einst auch Bezug fanden zum alten Skatblatt. Jede Karte trug eines der vier Symbole – Herz, Karo, Pik oder Kreuz – und diese Farben sind für mich bis heute ein Schlüssel zur klaren Antwort.
Rot (Herz, Karo) bedeutet Ja, Schwarz (Pik, Kreuz) steht für Nein. Praktisch und einfach.
Gerade bei meiner Frage an Theo wollte ich auf diese ursprüngliche Sprache vertrauen – schlicht, ehrlich, ohne Ausschmückung. Er liebte schließlich Struktur und klare Systeme. Vielleicht war es genau das, was unsere Verbindung in diesem Moment so echt machte – ein stilles Einverständnis zwischen den Welten.

Ein Nein also. Ich spürte, wie die kleine Zicke in mir kurz die Bühne betrat.
Wie bitte? Nein?
Ich hatte doch alles vorbereitet, das Ritual liebevoll gestaltet, an seinem Geburtstag, an seinem Baum, meine ganze Energie hineingegeben!

Aber dann musste ich lachen. Wie oft hatte Theo zu Lebzeiten mich mit einem Gesichtsausdruck angesehen – halb ernst, halb amüsiert, wenn ich mal wieder zu schnell zu viel wollte.

Vielleicht war dieses Nein gar kein Nein im menschlichen Sinne, sondern eher ein Augenzwinkern aus dem Jenseits. Eine kleine Erinnerung daran, dass Kommunikation mit der anderen Seite nicht bedeutet, zu diskutieren oder zu überzeugen. Es ist ein Lauschen, kein Drängen. Ein Fließen, kein Fordern.

Vielleicht war Theo längst vorbereitet gewesen, noch bevor ich mein Ritual vollendet hatte.
Vielleicht hatte er mir, während ich jedes Detail so sorgsam plante, bereits liebevoll über die Schulter gesehen und gedacht: „Schatz, du brauchst gar nichts mehr zu tun – ich bin schon da.“

Ich musste lachen. Theo, der alte Schelm. Er wusste genau, wie er mich aus der Reserve locken konnte – nur um mir im nächsten Atemzug ein warmes Gefühl von Nähe zu schenken.

Ich klopfte mit meinem Finger auf die Karte, streichelte kurz über sein Bild und spürte, dass er lachte. Alles war gut. Und ich wusste – es geht ihm wirklich gut.

„Nicht jedes Nein ist eine Ablehnung – manchmal ist es ein liebevolles Zwinkern des Universums.“

In meinem nächsten Beitrag öffne ich die vierte Karte – meine Gabe für Theo:
Was kann ich jetzt noch für ihn tun?


Bleib dabei, wenn sich die Verbindung weiter öffnet und unsere Seelen erneut in Berührung kommen.

Die Schlange also – nunja, das musste ich akzeptieren

Die zweite Botschaft – Klärung im Licht

Die erste Hürde war genommen, eine große Last fiel von meinen Schultern.
Theo ist im Licht angekommen – endlich.

Doch die Reise war damit nicht beendet. Die nächste Karte wartete bereits darauf, mir zu zeigen, wie es ihm jetzt geht.

Ich blickte auf sein Bild, auf sein mildes, fast wissendes Lächeln, und spürte, wie Ruhe und Erwartung sich in mir mischten.

Dann zog ich die Karte für Position 2, und als ich sie umdrehte, lag sie vor mir

Karte 11: Die Ruten.

Ein kurzer Moment des Nachdenkens.
In der klassischen Deutung stehen die Ruten oft für schwierige Diskussionen, Missverständnisse, Konflikte.
Doch ich wusste, dass hinter jeder Karte eine tiefere Wahrheit liegt. In Wahrheit ist die Rute auch ein Werkzeug der Reinigung – wie ein Reisigbesen, der Altes hinwegfegt, um Platz für Neues zu schaffen.

In den Sonnenfunken-Karten sieht man eine Frau, die in einer Hand eine Wünschelrute und in der anderen ein Handy hält – eine wunderschöne Symbolik für Kommunikation und Verbindung.
Die Wünschelrute findet, was verborgen ist, zeigt Störfelder und hilft, sie zu umgehen. Das Handy hingegen – moderne Sprache der Seelen, schnell, direkt, über alle Grenzen hinweg.

Wie passend also, dass gerade diese Karte fiel. Denn Theo ist im Licht, und in dieser höheren Schwingung wandelt sich die Bedeutung der Ruten.
Laut Petra Schmerling steht sie hier für vollkommene Klarheit. Alles, was einst unklar war, hat sich in Ordnung verwandelt. Die Kommunikation ist rein, keine Missverständnisse mehr, nur Wahrheit, Licht und Frieden.

Wie sehr das zu ihm passt – Theo, der Struktur, Klarheit und Ordnung liebte. Diese Karte ergänzt die erste, wie zwei Puzzleteile, die sich zu einem vollkommenen Bild fügen. Er ist nicht nur im Licht, er ist angekommen – in Klarheit, Wahrheit und innerer Harmonie.

„Im Licht offenbart sich die wahre Sprache der Seele – klar, rein und voller Liebe.“

In meinem nächsten Beitrag öffne ich die dritte Karte – eine Ja-/Nein-Frage: Hat mein Ritual ihm auf seinem Weg geholfen?
Bleib dabei, wenn sich das nächste Zeichen zeigt und Theos Flüstern eine neue Botschaft trägt.

Karte 11 – die Ruten