Der Westen – wenn alles im Fluss ist


Dort, wo die Sonne sich neigt, öffnet sich der Westen. Ihm gehört das Element Wasser – sanft, fließend, wandelbar, reinigend aber auch tief und geheimnisvoll.

Ein Kelch steht hier auf deinem Altar, gefüllt mit dem Versprechen von Hingabe, Intuition und Emotion. Ein Kelch ist das Gefäß für Tränen und Träume. Auch im Tarot steht das Symbol der Kelche.

Der Westen schenkt dir den Herbst und den Abend – Zeit der Ernte und Sammeln dessen, was dich nährt aber auch das Zurückziehen, das Loslassen und die innere Einkehr. Hier lernst du, dass Hingabe dir zu wahrer Stärke verhilft.

In einem Ritualspruch würdest du immer die Kraft (den Geist oder den Boten) des Wassers anrufen, dass er dir Tiefe, Gefühl und Frieden schenke und dein Herz und deine Seele schütze.

Merke: Im Westen sinkt die Sonne nieder => Wasser, Herbst, Abend, Ernte, innere Einkehr und Wandlung.

Der Süden – wenn die Kraft an Stärke gewinnt

Wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, wenn die Kraft am stärksten brennt, stehst du im Süden. Hier pulsiert das Element Feuer – leidenschaftlich, ungezähmt, wärmend und manchmal auch ein wenig übermütig.

Ein (Zauber)Stab oder eine Kerze liegt auf deinem Altar, um die Glut der Energie, den Mut und die Leidenschaft zu symbolisieren. Im Tarot steht auch hier das Symbol der Stäbe.

Der Süden trägt die Kraft des Sommers und steht für den Mittag – für Hitze, pure Intensität, Wachstum und die volle Strahlkraft deines Tuns. Er ruft dir zu: „Hab keine Angst, dich zu zeigen – erstrahle, statt nur zu glimmen!“

In einem Ritualspruch würdest du den Verbündeten (Geist, Bote oder die Kraft) des Feuers anrufen, dass er dir Mut und Energie schenke und deine Kraft und deinen inneren Frieden schütze.

Merke: Im Süden brennt sie hell => Feuer, Sommer, Mittag, volle Kraft (Willenskraft).

Der Osten – alles steht auf Neubeginn

Im Osten erhebt sich die Sonne, dort beginnt der Tag – und mit ihm alles Neue. Hier wohnt das Element Luft, klar und frisch wie der Morgenwind – federleicht,  ein Atemzug voller Neubeginn.

Auf deinem Altar findest du an diesem Platz oft ein Schwert oder einen Dolch – Symbole der Gedanken, der Klarheit, Entscheidungen und der Richtung. Auch im Tarot steht das Symbol der Schwerter.

Der Osten schenkt dir den Frühling und steht für den Morgen: der Moment, in dem alles neu erwacht. Kein Wunder also, dass viele Rituale im Osten beginnen – schließlich fängt jeder Weg mit einem ersten Atemzug an.

In einem Ritualspruch würdest du immer den Geist, ich bevorzuge den Boten oder die Kraft, der Luft anrufen, dass er dir Klarheit und neuen Atem schenke und deine Gedanken, Wege und Visionen schütze.

Merke – Im Osten geht die Sonne auf => Luft für neuen Atem, Frühling, Morgen, Neubeginn, Klarheit (Verstand).