Abschluss des Rituals – aber das Herz bleibt offen

Nachdem ich die Botschaften der Karten in mich aufgenommen habe, war es Zeit, langsam wieder den Rückweg anzutreten – raus aus der Zwischenwelt, hinein ins Hier und Jetzt.

Ich begab mich wieder in die Mitte meines geschaffenen Energieraumes, atmete tief und bewusst. Meine Füße fanden wieder Halt, als würden Wurzeln in die Erde wachsen. Dann hob ich meine Hände und begann, den Schutzkreis zu lösen – gegen den Uhrzeigersinn:

„Ich danke dir, Bote des Ostens, und entlasse dich in Frieden.
Ich danke dir, Bote des Nordens, und entlasse dich in Frieden.
Ich danke dir, Bote des Westens, und entlasse dich in Frieden.
Ich danke dir, Bote des Südens, und entlasse dich in Frieden.“

Mit jedem Dank löste sich mein Schutzmantel, sanft wie ein feiner Schleier, der sich in Licht auflöst. Zum Abschluss nahm ich wieder im Osten angekommen die Hände aneinander, neigte kurz den Kopf und sprach:

„Der Kreis ist nun wieder geöffnet, doch nicht gebrochen.
Der Schutz bleibt bei mir, innerer Frieden fließt weiter. So sei es.“

Ich löschte die Kerzen, öffnete ein Fenster, atmete frische Luft, ließ die Alltagswelt wieder herein, der Rauch der Kerzen zog hinaus in die Nacht. Die Kerzen wanderten zurück auf meinen kleinen Altar, Theos Foto, die Kette und die Duftkerze an ihren Platz. Die Steine reinigte ich im Wasser und legte sie ins Mondlicht – sie haben gute Arbeit geleistet. Ich setzte mich noch einen Augenblick hin, ließ die Botschaften noch einmal auf mich wirken und ging dann zu Bett.

Für Außenstehende wäre es wohl „nur ein Spuk“ gewesen. Für mich war es ein Abend voller Tiefe, Nähe und Bewegung – ein Stück Gespräch über die Schwelle hinweg. Nun beginnt die Nacharbeit: Was kann ich Theo geben? Was darf ich für uns beide loslassen? Und wann wird die nächste Tür sich öffnen – vielleicht an seinem Todestag, vielleicht an einem ganz unerwarteten Moment.

Eines ist sicher: du wirst wieder von mir lesen.

„Ich öffne den Kreis, doch mein Herz bleibt mit dir verbunden.
Ich lasse los, was gehen darf, und bewahre, was trägt.
Frieden ist mein Begleiter, Licht mein Schutz,
Liebe mein Band zu dir – heute und allezeit.“ ✨

Wenn Licht zum Mantel wird – vom Zauber des Schutzkreises

Bevor ich die Lenormand Karten für meinen Jenseitskontakt mit Theo zur Hand nehme, widme ich mich einem wichtigen Schritt: dem Schutzkreis. Und ja – er ist wörtlich zu verstehen. Ich erschaffe einen imaginären Lichtkreis um mich, wie eine unsichtbare Grenze, die nur Gutes hereinlässt. Denn es sind nicht Wolken, die bei einem Kontakt mit der anderen Welt durchziehen könnten, sondern manchmal auch Energien, die nicht willkommen sind. Damit mein Ritual unter einem guten Stern steht, reinige ich mich selbst, den Raum – und ziehe anschließend diesen Kreis.

Mein treuer Besen darf sich nach der Reinigung ausruhen, jetzt ist andere Magie gefragt. Manchmal nutze ich dazu meinen Zauberstab, oder einfach meine Hände, die sich mystisch im Kreis bewegen – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass ich im Osten beginne und mich im Uhrzeigersinn drehe, die Kräfte der Elemente rufend:

Osten, Bote der Luft – schenke Klarheit & Atem und Schutz für meine Gedanken & Visionen.

Süden, Bote des Feuers – schenke Mut & Energie und Schutz für innere Kraft & inneren Frieden.

Westen, Bote des Wassers – schenke Gefühl & Frieden und Schutz für mein Herz & meine Seele.

Norden, Bote der Erde – schenke Halt & Weisheit, Schutz für meinen Körper & meinen Weg.

Am Ende schließe ich den Kreis im Osten mit den Worten: „So sei es!“
Es fühlt sich an, als lege sich ein warmer Mantel aus Licht um mich – jede dunkle Energie prallt daran ab.

Dann wende ich mich meinem Couchtisch zu, entzünde die letzte Kerze – die Duftkerze, lege die Hand auf mein Herz und spreche: „Dieser Kreis ist nun geschlossen. Hier bin ich sicher. Hier bin ich ganz ich selbst.“

Und damit ist der Boden bereitet für das eigentliche Ritual, meinem Jenseitskontakt.

Kleine Randbemerkung: Du denkst jetzt vielleicht: „Puuh, so viel Aufmerksamkeit auf Reinigung und Schutz. Was für eine Zeit(verschwendung).“ Doch ich betone immer wieder – wer mit Kräften spielt, sollte Achtsamkeit zeigen. Wer das Ganze nur als Spinnerei abtut, sollte Karten lieber für Mau-Mau nutzen. Wer aber mit reinem Herzen und offenem Geist arbeitet, darf erfahren, dass sich tatsächlich Türen öffnen.

„Ich stehe im Kreis aus Licht.
Nichts Dunkles erreiche mich,
nur die Liebe bleibt.
Ich bin geschützt, gehalten, geführt –
jetzt und in jeder Zeit.“

Und wenn der Kreis geschlossen ist, öffnet sich zugleich eine andere Tür – die Tür zum eigentlichen Kontakt. Im nächsten Beitrag nehme ich dich mit hinein in mein Ritual mit den Lenormand Karten, wo Herz und Seele nach Zeichen suchen und die Sprache zwischen den Welten beginnt.

Die Bewegung durch die Himmelsrichtungen

Wenn du die Himmelsrichtungen im Ritual ansprichst, entsteht ein Kreis – ein Raum, der dich trägt und schützt. Ob du ihn im Uhrzeigersinn (Osten, Süden, Westen, Norden) für Einklang mit Entfaltung und Aufbau oder gegen den Uhrzeigersinn (Osten, Norden, Westen, Süden) für Reinigung und Loslassen durchschreitest, hängt von deiner Absicht ab. Wichtig ist, dass du immer im Osten endest, damit der Kreis sich schließen kann.

Im Uhrzeigersinn (aufbauend, verbindend):
Du beginnst im Osten – dort, wo die Sonne aufgeht, wo der erste Atemzug den Tag erweckt. Von hier gehst du weiter in den Süden, lasse das Feuer in dir lodern, ziehe dann in den Westen, wo das Wasser dich reinigt und tiefer fühlen lässt. Schließlich erreichst du den Norden, wo die Erde dich verankert und nährt. Dann schließt sich der Kreis und du kehrst zum Osten zurück.
So folgst du dem Zyklus von Geburt – Wachstum – Ernte – Ruhe.

Gegen den Uhrzeigersinn (auflösend, reinigend):
Manchmal willst du nichts aufbauen, sondern loslassen. Dann beginne im Osten und gehe gegen den Lauf der Sonne. Du wanderst zurück über den Norden – in die Stille der Erde –, weiter in den Westen – wo das Wasser Altes hinwegspült –, dann in den Süden – wo das Feuer das Verbrauchte verbrennt. Schließlich gelangst du wieder in den Osten, wo ein klarer Atemzug dich frei macht.
So folgst du dem Weg von Fülle – Loslassen – Reinigung – Neubeginn.

Jede Richtung antwortet dir, wenn du sie bewusst betrittst. So wird der Kreis lebendig – und du stehst im Mittelpunkt, verbunden mit Himmel und Erde, mit Sonne und Mond, mit allem, was ist.

Merke den richtigen Dreh für deine Rituale: Aufbauend (im Uhrzeigersinn):
„Aus Atem (Osten), Feuer (Süden), Wasser (Westen), Erde (Norden) – ein Kreis ins Licht hineingeboren werde.“

Auflösend (gegen den Uhrzeigersinn):
„Luft (Osten), Erde (Norden), Wasser (Westen), Glut (Süden) – lösen, was nun gehen tut.“

Jetzt hast du die Mondphasen und Himmelsrichtungen in meiner Welt der Spiritualität kennengelernt. Bevor ich von meinem Jenseitskontakt erzähle, stelle ich noch die Basis für Rituale vor. Reinigung und Schutz benötigen dafür ihren Raum.