Der Norden – wenn alles seinen Weg findet

Im Norden schließlich liegt die Erde – still, geduldig, kraftvoll aber auch geheimnisvoll. Das Element Erde, stark und verlässlich, vollendet nun den Lauf.

Auf deinem Altar findest du vielleicht eine (Klang)Schale oder eine Münze, als Zeichen für Beständigkeit, Fülle und Wurzeln. Auch im Tarot steht das Symbol der Münzen oder Scheiben.

Der Norden trägt die Qualität des Winters und der Nacht: das Innehalten, die Ruhephase des Kreislaufs, die Tiefe, aus der alles neu geboren wird. Hier kommst du zur Stille, zur Wurzel, zur Basis. Es ist der Ort, an dem du Kraft schöpfst, damit Neues wieder wachsen kann.

In einem Ritualspruch würdest du die Kraft (den Geist oder den Boten) der Erde anrufen, dass sie dir Halt und Weisheit schenke und deinen Körper und Weg schütze.

Merke: Im Norden ruht die Sonne => Erde, Winter, Nacht, Rückzug und Weisheit.

So schließen die vier Richtungen den Kreis – sie zeigen dir den Tanz von Morgen und Abend, von Frühling bis Winter, von Luft bis Erde. Alles ist verbunden. Alles findet seinen Platz.

Doch eine Kleinigkeit gibt es noch zu beachten: Finde den richtigen Dreh – links oder rechts herum? Auch dazu werde ich dir was erzählen – aber nicht jetzt 😉

Der Westen – wenn alles im Fluss ist


Dort, wo die Sonne sich neigt, öffnet sich der Westen. Ihm gehört das Element Wasser – sanft, fließend, wandelbar, reinigend aber auch tief und geheimnisvoll.

Ein Kelch steht hier auf deinem Altar, gefüllt mit dem Versprechen von Hingabe, Intuition und Emotion. Ein Kelch ist das Gefäß für Tränen und Träume. Auch im Tarot steht das Symbol der Kelche.

Der Westen schenkt dir den Herbst und den Abend – Zeit der Ernte und Sammeln dessen, was dich nährt aber auch das Zurückziehen, das Loslassen und die innere Einkehr. Hier lernst du, dass Hingabe dir zu wahrer Stärke verhilft.

In einem Ritualspruch würdest du immer die Kraft (den Geist oder den Boten) des Wassers anrufen, dass er dir Tiefe, Gefühl und Frieden schenke und dein Herz und deine Seele schütze.

Merke: Im Westen sinkt die Sonne nieder => Wasser, Herbst, Abend, Ernte, innere Einkehr und Wandlung.

Der Süden – wenn die Kraft an Stärke gewinnt

Wenn die Sonne ihren höchsten Punkt erreicht, wenn die Kraft am stärksten brennt, stehst du im Süden. Hier pulsiert das Element Feuer – leidenschaftlich, ungezähmt, wärmend und manchmal auch ein wenig übermütig.

Ein (Zauber)Stab oder eine Kerze liegt auf deinem Altar, um die Glut der Energie, den Mut und die Leidenschaft zu symbolisieren. Im Tarot steht auch hier das Symbol der Stäbe.

Der Süden trägt die Kraft des Sommers und steht für den Mittag – für Hitze, pure Intensität, Wachstum und die volle Strahlkraft deines Tuns. Er ruft dir zu: „Hab keine Angst, dich zu zeigen – erstrahle, statt nur zu glimmen!“

In einem Ritualspruch würdest du den Verbündeten (Geist, Bote oder die Kraft) des Feuers anrufen, dass er dir Mut und Energie schenke und deine Kraft und deinen inneren Frieden schütze.

Merke: Im Süden brennt sie hell => Feuer, Sommer, Mittag, volle Kraft (Willenskraft).