Manchmal darf es statt Klopapier und Bleistift auch ein wenig stilvoller sein. Wenn dir das Klo-Ritual zu bodenständig erscheint, kannst du die gleiche Magie mit einer Münze erreichen – schlicht, symbolträchtig und doch voller Kraft. Diesmal geht’s nicht in die Keramikabteilung, sondern in die Natur – etwas eleganter, aber genauso wirkungsvoll.
Was du brauchst:
Eine Münze (sie trägt den Wert deines Anliegens),
ggf ein Blatt Papier und einen Stift (falls du dein Anliegen im Vorwege notieren möchtest),
eine schwarze Kerze (zur Verstärkung der Energie).
Beginne in der Vollmondnacht. Suche dir einen stillen Moment, zünde die Kerze an und erschaffe eine Atmosphäre, die dich in den Zauber zieht – vielleicht mit sanfter Musik, vielleicht in Stille. Atme mehrmals tief ein und aus – bewusst. Dann nimm die Münze in deine Hand und halte sie fest, als würdest du dein Anliegen direkt hineinfließen lassen.
Sprich nun mit geschlossenen Augen:
„Du Münze sollst mein Bote sein,
meines Anliegens, klar und rein.
Nimm die Last und trag sie fort,
führe sie an ihren Ort.
So sei es!“
Wenn es um eine bestimmte Person oder eine Situation geht, benenne sie klar und ohne Umschweife. Beschreibe, warum sie aus deinem Leben verschwinden soll. Je präziser du bist, desto klarer hört dich das Universum. Lass dir Zeit. Rituale sind keine Husch-husch-Angelegenheiten, sondern kleine, feierliche Übergänge. Lass die Kerze solange brennen wie es sicher ist.
Hast du alles ausgesprochen, vergrabe die Münze an einem sicheren Ort. Wichtig ist: Niemand soll sie finden – denn deine Botschaft gehört dem Universum und nicht irgendeinem zufälligen Spaziergänger.
Während des abnehmenden Mondes bleibt die Münze dort, sie arbeitet für dich still im Verborgenen.
Gehe in der Nacht des Neumondes oder am Neumondtag zurück zu deinem Versteck. Grabe die Münze aus. Nimm sie in die Hand, bedanke dich für ihren Dienst und verabschiede dich. Du kannst z.B. folgenden Spruch aufsagen:
„Münze, ich danke dir für deine Dienste und entlasse dich. Du hast den Wert meines Anliegens getragen, und bewahrt, was ich loslassen will. Durch die Kraft des Neumondes weicht nun, was gehen soll und schafft Raum für Neues. Ich bin offen, ich bin frei. So sei es.“
Dann bringe die Münze an einen Ort, wo sie in neutraler Form zurückkehren darf – zum Beispiel in einen Fluss (dem Wasser übergeben), ins Feuer (der Transformation überlassen) oder du wirfst sie in eine Restmülltonne, ohne dich umzusehen.
So schließt du den Kreis: mit Dankbarkeit, einem klaren Schlussstrich – und dem Vertrauen, dass das Universum den Rest übernimmt.


