Loslassen & Neubeginn – wenn Türen sich schließen und neue sich öffnen

Circle of life: Wir halten fest, wir lassen los, wir öffnen uns für Neues.
Loslassen bedeutet nicht einfach abzuschließen, oder gar zu vergessen – sondern Platz zu schaffen, damit frische Energie einziehen darf. Und Neubeginn heißt, mutig den ersten Schritt zu setzen, auch wenn der Weg noch im Nebel liegt.

Düfte – Atemzüge der Befreiung: Düfte können wie eine erfrischende Brise sein. Altes hinwegwehen lassen und Neues annehmen. Und auch hier wird klar, wie vielseitig Düfte einsetzbar sind, da wir einige (jetzt) schon kennen:

  • Salbei – reinigt von alten Energien und Mustern
  • Eukalyptus – öffnet Atem und Seele für neue Wege
  • Zypresse – schenkt Mut, Abschied zu akzeptieren
  • Lavendel – beruhigt beim Loslassen und bringt Frieden

Ein Tropfen Salbeiöl im Diffusor – und der Raum atmet Erleichterung.

Kerzenfarben – Licht für neue Wege: Farben sind wie innere Wegweiser – Kerzen, unsere Leuchttürme. Auch hier zeigt sich, man muss nicht ein riesiges Farbsortiment besitzen, um viele Ritualbereiche abdecken zu können:

  • Weiß – Reinheit, Neubeginn, Klarheit
  • Silber – Transformation, Intuition, Übergang
  • Schwarz – Schutz und endgültiges Abschließen
  • Hellgrün – frisches Wachstum und Aufbruch

Eine weiße Kerze entzünden – und dabei innerlich sagen: „Ich lasse los, damit Neues kommen darf.“

Kräuter – Helfer des Übergangs: Kräuter begleiten dich sanft beim Loslassen und Öffnen. Wie auch bei den anderen Helferleins bedarf es keines Klostergartens mit einer Vielzahl an Kräutern. Finde einfach deine Handvoll Lieblinge:

  • Beifuß – uraltes Schutz- und Übergangskraut
  • Salbei – klärt und löst
  • Melisse – beruhigt Herz und Seele
  • Rosmarin – schenkt frische Energie für den Neuanfang

Ein kleines Räucherwerk aus Beifuß und Salbei – und der alte Ballast darf gehen.

Heilsteine – Kristalle des Wandels: Steine sind stille Begleiter in Zeiten der Veränderung. Ich habe unter den vielen möglichen Steinen besonders 2 auserwählt:

  • Mondstein – stärkt Vertrauen in Zyklen und Neubeginn
  • Bergkristall – klärt und schenkt neue Ausrichtung

Ein Mondstein am Körper – und du spürst, dass jeder Abschied auch ein Anfang ist.

Mein Fazit: Loslassen ist nicht einfach wie das Schließen einer Akte (Fall gelöst 😉) – es ist das Öffnen des Herzens und der eigenen Seele, damit etwas Neues eintreten darf. Wie heißt es doch so schön: „Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“ (Molière). Manchmal muss auch erst die eine Tür geschlossen werden, damit sich eine andere öffnen kann.
Wenn du Düfte, Kerzen(farben), Kräuter und Steine bewusst in deinen Alltag und Ritualen als Helferlein zulässt, wird jeder Neubeginn mit Zuversicht geschmückt. Für mich war es nach dem Tode von meinem Herzensmann so schwierig, loszulassen und zu akzeptieren. Aber erst als ich gemerkt habe, dass ich durch das Loslassen ihn nicht einfach vergesse – Nein, sich mir sogar ganz andere Möglichkeiten eröffnen, konnte ich auch zu meinem inneren Frieden finden.

Mein Neumond-Ritual: Wut in inneren Frieden verwandeln

Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der die Trauer um Theo so tief und dunkel war, dass ich kaum atmen konnte. Und als wäre das nicht schon genug, gab es da Menschen in meinem Leben, die mir in dieser verletzlichsten Phase statt beizustehen, noch zusätzlichen Kummer bereiteten. Menschen, die Theos Wünsche nicht vollumfänglich respektierten, die vorher kein wirkliches Interesse an seinem Leben gehabt hatten – und die jetzt rechtlich in seinem Erbe etwas für sich beanspruchen konnten.

Die Wut darüber war menschlich – wie ein ständiger, stiller Brand in mir. Ich wusste, wenn ich sie weiterhin festhielt, nährt sie sich von meiner eigenen Kraft und würde mich auf Dauer mehr verletzen als alles, was geschehen war. Ich brauchte einen Weg, sie gehen zu lassen – mich von den dunklen Gedanken zu befreien und eine Last von meinen Schultern zu nehmen.

Also schrieb ich einen Brief. Wort für Wort legte ich meine Gedanken hinein. Ich nannte Dinge beim Namen, sprach meine Anklage aus, hielt fest, was mir wehgetan hatte, und beschrieb, wie unmoralisch vieles war. Doch ich wollte keine Rache – Nein. Ich bat um Karma (nicht zu verwechseln mit Strafe oder Rache), damit diese Menschen ihre Lektion in Gerechtigkeit erfahren – ernten, was sie gesät haben.

An diesem Neumondabend saß ich bei klarem Himmel auf meiner Terrasse, hielt den Brief in den Händen und schaute in die Feuertonne. Ich atmete mehrmals tief ein und aus – bewusst. Das Flackern des Feuers hatte eine beruhigende Wirkung auf mich. Ich las den Brief einmal vor, dabei immer wieder zum Himmel schauend, und spürte, wie all das, was mich so lange beschwert hatte, nun in diesem Papier ruhte. Ich gab es ins Feuer – sah zu, wie die Flammen die Worte auflösten, der Rauch in den Himmel zog. Ich stellte mir vor, wie sie als reine Energie ans Universum gingen. Mit jedem Funken, der aufstieg, fühlte ich mich leichter.

Und dann kam der wichtigste Schritt: Ich legte eine Hand auf mein Herz und flüsterte den Satz, der das Neue einläuten sollte:
„Ich bin frei für meinen inneren Frieden.“

In dieser Nacht hatte ich nicht nur etwas losgelassen – ich hatte Raum geschaffen. Raum für etwas, das mich stärkt, statt mich zu verzehren. Mein Blick auf (m)einen Neubeginn sollte nicht mehr getrübt sein.

So wie der Neumond einen neuen Zyklus einleitet, so war für mich nun auch der Weg frei für etwas Neues – noch Unbekanntes.

Möchtest du auch etwas loslassen, um frei zu sein für etwas Neues? Dann nutze auch du die Energie und Kraft des Neumondes.

Symbolbild einer Feuerschale aus einer SPO Auszeit