Ein Rendezvous mit dem Jenseits – bevor die Karten sprechen

Bevor ich dich mitnehme in meine Lenormand Kartenlegung und deren Deutung, ein paar Worte vorweg.

Nein, du bekommst hier jetzt nicht die große Schulstunde über alle 40 klassischen Lenormand Karten. Das haben andere schon wunderbar getan. Ich konzentriere mich auf meine Kartenlegung – diejenige, die mich mit meinem geliebten Theo verbunden hat.

Wenn du tiefer in die Welt der Lenormand Karten eintauchen möchtest, kann ich dir von Herzen Angelina Schulze empfehlen. Sie hat nicht nur zauberhafte Kartendecks erschaffen, sondern auch viele Bücher geschrieben und wertvolle Lernhilfen entwickelt. Für mich war (und ist) sie wie eine Muse. Den ersten Kontakt zu den Karten verdanke ich übrigens meiner Schwester – sie hat mich damit angesteckt und mich dann auch auf Angelina aufmerksam gemacht.

Im Laufe der Zeit habe ich mir verschiedene Kartendecks zugelegt. Denn seien wir ehrlich: Mit Kartendecks ist es wie mit Ritualsprüchen – sie müssen Herz und Seele berühren. Dann passt es. Zurzeit sind die Sonnenfunken Karten von Angelina meine Favoriten. Schöne mich ansprechende Zeichnungen, auf jeder Karte 4 Worte zur schnellen Hilfe und dem richtigen Gefühl bei der Deutung.

Als mein Wunsch, nach dem Jenseitskontakt mit Theo über ein Medium (in meinem Fall die wunderbare Sabrina Schmitz), immer größer wurde, dies selbst auch zu können, merkte ich, dass ich mich selbst nicht so recht öffnen konnte. Zu groß war die Unsicherheit, zu stark meine Zweifel. Also fragte ich mich: Könnten nicht auch die Lenormand Karten eine Brücke ins Jenseits schlagen? Schließlich waren sie mir vertraut und hatten mich schon oft zuverlässig bei Alltagsfragen begleitet. Und ich – die ja immer etwas „grobmotorisch“ veranlagt ist – brauche eben gerne ein „Werkzeug“ in der Hand, etwas, das mich erdet, fokussiert und mir den Zugang zu einer anderen Ebene erleichtert.

Und tatsächlich stieß ich bei meiner Suche auf das Buch „Lenormand Karten als Brücke ins Jenseits“ von Petra Smerling. Auch sie wurde von Angelina inspiriert – für mich war das ein deutliches Zeichen, dass ich hier richtig bin.

So wagte ich meinen ersten eigenen Jenseitskontakt mit Theo in Anlehnung an die Achter-Legung aus diesem Buch. Natürlich erzähle ich dir die Inhalte in meinen eigenen Worten – ergänzt mit Theos Geschichte und meinem persönlichen Erleben.

Die Legung selbst fand nicht in einer besonderen Mondphase statt. Nein – an jenem Augusttag waren es die Ereignisse selbst, die mir das Zeichen gaben. Es war, als würde Theo mir zuflüstern: „Jetzt. Warte nicht länger.“

Nach einem Besuch an Theos Baum im Ruheforst an unserem Jahrestag des Kennenlernens bereitete ich alles für das abendliche Ritual vor. Ich räumte die Wohnung auf, fast so, als ob ich gleich Besuch erwarte (und irgendwie war es ja auch so). Ich war voller Vorfreude, es fühlte sich tatsächlich wie ein bevorstehendes Rendezvous an.

Ich stimmte mich ein, vollzog mein Reinigungsritual und sprach die Worte, die ich mir schon den ganzen Tag über zurechtgelegt hatte. Dann zog ich meinen Schutzkreis. Alles fühlte sich vollkommen stimmig an – fast so, als sei jeder Schritt schon vorherbestimmt gewesen.

Und weißt du was? Beim Niederschreiben dieser Zeilen konnte ich das Gefühl noch einmal spüren, wie einen vertrauten Film, der sich vor meinem inneren Auge erneut abspielte.

In den nächsten Tagen nehme ich dich nun mit: ✨Wenn Karten flirten: Mein Rendezvous mit dem Jenseits – mit meinem Theo ❤️

„Mit offenem Herzen, klaren Gedanken und schützenden Kräften trete ich ein – geführt von Liebe, getragen von Vertrauen.“

Ein Besenstrich fürs Licht – und Nein, ich flieg damit nicht

Nachdem die Vorbereitungen getroffen sind, entzünde ich die schwarze und weiße Kerze auf meinem Couchtisch. Theo schaut mir dabei von seinem Foto entgegen, und sein Lächeln gibt mir Kraft. Dann greife ich zu meinem Reisigbesen. Keine Sorge – die Hexe sattelt heute nicht zum Nachtflug, mein Besen bleibt wie ich mit beiden Füßen fest am Boden. Er ist nicht mein Transportmittel, sondern mein kleines Helferlein – und außerdem seit jeher ein starkes Symbol für Reinigung.

Ich stelle mich in meinen Wohnbereich, zentriere mich, halte den Besen fest in den Händen. Die Augen geschlossen, atme ich bewusst mehrmals tief ein und aus. Ich spüre, wie ich mich erde – stark wie ein Baum, meine Füße verbunden mit dem Boden, als würden Wurzeln aus mir wachsen. Jetzt kann mich nichts mehr beirren.

Leise spreche ich in Gedanken:
„Ich lasse los, was nicht zu mir gehört und mich beschwert. Es gehe jetzt! Ich bin rein und frei.“

Dann öffne ich die Augen, betrachte meinen Raum und sage:
„Ich schaffe hier einen heiligen Raum. Ich trage das Licht meines Herzens, ich verbinde mich mit den Kräften und Elementen. Es weiche, was stört. Es komme, was stärkt.“

Nun beginnt die eigentliche Reinigung. Doch nein – es wird jetzt nicht kraftvoll der letzte Staub aufgewirbelt, sondern ein sanftes Fegen knapp über dem Boden vollzogen. Nicht der Staub, sondern die Energien werden hier bewegt. Ich starte im Osten, wende mich dann gegen den Uhrzeigersinn und spreche in jede Richtung:
„Mit jedem Strich vertreibe ich, was mir nicht dient – es geht vorbei!
Ich kehre den Weg, und das Licht komme herbei.“

Viermal aufgesagt, schließe ich wieder im Osten mit den Worten: „So sei es!“
In meiner Vorstellung wirbelt ein Strudel aus Licht durch den Raum, nimmt alles Dunkle mit sich und schafft Platz für Klarheit und Leichtigkeit.

Damit ist mein Raum nun gereinigt und bereit für den nächsten Schritt.

Und bevor du fragst: Ja, die Worte stammen von mir. Sie müssen dir nicht gefallen – aber sie können dir als Inspiration dienen. Wenn dir mein Reinigungsritual zusagt, dann mach es zu deinem. Sprich deine eigenen Worte, hauche ihm deinen Atem ein.

Morgen nehme ich dich mit in den nächsten Teil: den Schutzkreis

Die Bewegung durch die Himmelsrichtungen

Wenn du die Himmelsrichtungen im Ritual ansprichst, entsteht ein Kreis – ein Raum, der dich trägt und schützt. Ob du ihn im Uhrzeigersinn (Osten, Süden, Westen, Norden) für Einklang mit Entfaltung und Aufbau oder gegen den Uhrzeigersinn (Osten, Norden, Westen, Süden) für Reinigung und Loslassen durchschreitest, hängt von deiner Absicht ab. Wichtig ist, dass du immer im Osten endest, damit der Kreis sich schließen kann.

Im Uhrzeigersinn (aufbauend, verbindend):
Du beginnst im Osten – dort, wo die Sonne aufgeht, wo der erste Atemzug den Tag erweckt. Von hier gehst du weiter in den Süden, lasse das Feuer in dir lodern, ziehe dann in den Westen, wo das Wasser dich reinigt und tiefer fühlen lässt. Schließlich erreichst du den Norden, wo die Erde dich verankert und nährt. Dann schließt sich der Kreis und du kehrst zum Osten zurück.
So folgst du dem Zyklus von Geburt – Wachstum – Ernte – Ruhe.

Gegen den Uhrzeigersinn (auflösend, reinigend):
Manchmal willst du nichts aufbauen, sondern loslassen. Dann beginne im Osten und gehe gegen den Lauf der Sonne. Du wanderst zurück über den Norden – in die Stille der Erde –, weiter in den Westen – wo das Wasser Altes hinwegspült –, dann in den Süden – wo das Feuer das Verbrauchte verbrennt. Schließlich gelangst du wieder in den Osten, wo ein klarer Atemzug dich frei macht.
So folgst du dem Weg von Fülle – Loslassen – Reinigung – Neubeginn.

Jede Richtung antwortet dir, wenn du sie bewusst betrittst. So wird der Kreis lebendig – und du stehst im Mittelpunkt, verbunden mit Himmel und Erde, mit Sonne und Mond, mit allem, was ist.

Merke den richtigen Dreh für deine Rituale: Aufbauend (im Uhrzeigersinn):
„Aus Atem (Osten), Feuer (Süden), Wasser (Westen), Erde (Norden) – ein Kreis ins Licht hineingeboren werde.“

Auflösend (gegen den Uhrzeigersinn):
„Luft (Osten), Erde (Norden), Wasser (Westen), Glut (Süden) – lösen, was nun gehen tut.“

Jetzt hast du die Mondphasen und Himmelsrichtungen in meiner Welt der Spiritualität kennengelernt. Bevor ich von meinem Jenseitskontakt erzähle, stelle ich noch die Basis für Rituale vor. Reinigung und Schutz benötigen dafür ihren Raum.