Karte 7 – Der Kreis, der nie endet

Nun war es soweit.
Die letzte Karte – die persönlichste, die intimste, die, auf die ich mich einerseits freute und andererseits fast ein wenig bangte. Wie schon beim ersten Jenseitskontakt war sie Theos direkte Botschaft an mich.

Damals fiel das Herz – und mit dieser Karte all meine Fassung. Die Karte der wahren Liebe. Wie sollte man so etwas noch übertreffen?

Ich schüttelte innerlich den Kopf. Natürlich war das hier kein Wettbewerb. Und doch – in meinem Herzen flackerte Hoffnung auf. Ein kleines, sehnsüchtiges Flämmchen, das sich nach einem Zeichen sehnte, nach einem „Ich bin da, ich liebe dich“.

Ich atmete tief durch, vertraute auf die Magie und Klarheit des Vollmondes und zog die letzte Karte.

Karte 25 – Die Ringe.

Mein Herz hüpfte. Ein tiefer, warmer Strom durchflutete mich – diese Karte war reines Gold – wertvoll.
Im klassischen Lenormand stehen die Ringe für Verbindung, für Bindung, Partnerschaft, Wiederkehr und Vollkommenheit. Sie haben keinen Anfang und kein Ende, sind Symbol für Ewigkeit – für das, was niemals endet.

Ich sah hinüber zu Theos Foto. Am Rahmen meine Kette, an der unsere beiden symbolischen Eheringe hängen. Und ich wusste: Das war seine Antwort. Ja – wir sind verbunden. Nicht in irdischen Formen, aber auf einer Ebene, die tiefer reicht als Worte oder Zeit.

Wie schön, dachte ich, dass selbst über die Grenzen der Welten hinaus eine Liebe bestehen kann, die keinen Anfang und kein Ende kennt. Ein Kreis, ein Schutzkreis, der mich umgibt, hält, stärkt. Theo – mein stiller Beschützer, mein Bodyguard. Ich lächelte innerlich, denn sofort erklang in meinem Kopf Whitney Houstons Stimme: „I will always love you.“ Ja, Theo – ich dich auch.

Ich spürte, wie seine Energie sich langsam löste, friedlich, lichtvoll, getragen von Liebe. Ich bedankte mich bei ihm, beim Universum und bei allen Kräften, die diesen Kontakt getragen hatten. Dann löste ich langsam den Schutzkreis, atmete tief ein, ließ den Vollmond ein letztes Mal durch das Fenster scheinen und öffnete die Terrassentür – hinein ins Hier und Jetzt.

Der Raum war erfüllt von Frieden. Ich ging getragen von Glücksgefühlen zu Bett. Die Kater kamen schnurrend zu mir, legten sich an meine Seite, und ich ließ mich tragen – in einen Schlaf voller Dankbarkeit.

Die wahre Liebe kennt keine Grenzen. Sie wandelt sich, doch sie endet nie. Sie ist der Kreis, der mich hält – in dieser Welt und bis zum Wiedersehen in der nächsten.

Bis hierhin endet meine kleine Reise voller Licht, Liebe und stiller Magie. Wenn es wieder etwas zu berichten gibt, werde ich es auf Instagram ankündigen. Bis dahin – bleib gespannt, offen und neugierig.

Die Ringe, eine Verbindung der Unendlichkeit

Karte 6 – Wenn der Wandel Flügel bekommt

Die Karten beginnen, sich zu verweben – eine Botschaft führt in die nächste, wie Wellen, die sanft ineinander übergehen.
So wie im klassischen Lenormand die umliegenden Karten ihre Geschichten einander zuflüstern, baut auch meine sechste Karte auf der fünften auf. Der Neubeginn ist da – nun soll ich wissen, wie ich ihn gestalten kann.

Mit ruhigen Händen zog ich die nächste Karte.

Nummer 17 – Der Storch.

Ich lächelte. Die Störche – Boten des Wandels, Symbol für Bewegung, Veränderung, Neubeginn.
Ein Storch ist frei, ein Zugvogel, kommt und geht mit den Jahreszeiten, doch er verliert nie sein Ziel. Auf dem Bild fliegt er sein Nest an – ein Ort der Sicherheit, des Ankommens, und zugleich der Ausgangspunkt für Neues.

Ich spürte sofort: Diese Karte ist so sehr ich.
Schon Anfang des Jahres hatte ich große Veränderungen gewagt – den Umzug in einen neuen Ort, näher bei meinem Pferd, meinen Freundinnen, näher bei meinem Leben. Ich wollte Altes hinter mir lassen – den Ort, der zu sehr nach Schmerz roch, nach Abschied, nach Stillstand. Jetzt durfte Neues entstehen. Doch um meinen Umzug ging es hier nicht, dann läge hier die Kombination aus Storch und Haus – diese Veränderung hatte ich vollzogen. Jetzt ging es um neue Lebensphasen.

Und genau das spiegeln die Störche wider: der Neubeginn des Kindes bekommt Flügel. Veränderung wird Bewegung. Ich wachse hinein in neue Lebensbereiche – durch meine Blogarbeit, durch das Sichtbarwerden, durch die Freude am Teilen meiner Erfahrungen. Jedes Wort, das ich schreibe, fühlt sich an wie ein Flügelschlag – leicht, befreiend, sinnstiftend.

Doch auch hier klang Theos Stimme durch:
„Zwei Beine fest auf dem Boden, dann darf der Kopf ruhig in den Wolken sein.“
Die Störche erinnern mich daran, dass Veränderung Freiheit braucht, aber auch ein Nest – einen sicheren Rückzugsort, eine stabile Grundlage.

Struktur und Leichtigkeit, Ordnung und Spiel – beides darf sein.

„Wandel ist kein Sturm, der dich fortträgt – sondern der Wind, der dich dorthin führt, wo deine Seele schon auf dich wartet.“

In meinem nächsten Beitrag öffne ich die siebte Karte, die wohl intimste von allen: das Seelenflüstern – Theos ganz persönliche Botschaft an mich. Ich bin gespannt, welche Worte das Licht diesmal für mich bereithält.

Der Storn folgt auf das Kind – Neues, was einen Wandel bringt

Karte 5 – Neubeginn im Licht

Nach dem Anker, der mir die Gewissheit gab, dass unsere Liebe fest und sicher im Licht verankert ist, bat ich Theo nun um seinen Rat – für meinen Lebensweg, meine Ziele, die wie kleine Sterne um mich kreisten.
Was würde er sagen?

Theo war immer mein Fels in der Brandung, der Rat, auf den man sich verlassen konnte. Er hörte zu, dachte nach, und seine Antworten kamen nie hastig. Er liebte das Durchdenken, das Abwägen – manchmal so sehr, dass seine „Erklärbär-Stunden“ legendär waren.

Ich musste lächeln. Diesmal würde es anders laufen – keine langen Erklärungen, kein Wenn und Aber. Das Jenseits hat schließlich keine Zeit für endlose Monologe. Vielleicht war das eine kleine Revanche auf meine Ja-/Nein-Frage zuvor.

Ich atmete tief durch, dachte an meine Wünsche, meine Visionen, und zog schließlich die Karte:

Nummer 13 – Das Kind.

Ein zarter Schauer von Neugier durchströmte mich. Nein, hier ging es nicht um Nachwuchs, sondern um den Neubeginn – das Eintreten in eine neue Phase, frisch, verspielt, unvoreingenommen.

Wie passend für das, was ich in letzter Zeit gespürt hatte:
Den Drang, meine eigenen Kartendecks zu erschaffen, inspiriert von den Lenormand Karten – meine Energie, meine Sprache, meine Verbindung. Vielleicht auch ein Buch dazu, um das Wissen, das durch mich fließt, weiterzugeben.

Theo bestätigte mit dieser Karte, dass dieser Weg richtig ist – ein Neubeginn im Licht, geführt von Neugier und Vertrauen. Man probiert aus, ohne Angst zu haben, Fehler zu machen.

Die innere Haltung zeigt Offenheit – Entdeckerfreuden.

Doch wie immer lag in seiner Botschaft auch ein Augenzwinkern:
Ein leiser Hinweis, meine Ungeduld zu zügeln, meinen Enthusiasmus zu halten, ohne ihn zu verbrennen. Denn so wie jedes Kind in seinem eigenen Rhythmus wächst – gilt dies auch für jedes Herzensprojekt.

Ich lächelte, schaute zu seinem Bild, und spürte, wie seine Energie mich umhüllte – warm, unterstützend, fast väterlich. Er war da, wie immer, und sein Rat war klar: Vertraue deinem inneren Kind, doch lehre es Geduld.

„Neubeginn heißt nicht, alles hinter sich zu lassen – sondern dem Licht in sich zu folgen, Schritt für Schritt.“

In meinem nächsten Beitrag öffne ich die sechste Karte – sie zeigt mir, wie ich meine Ziele erreichen kann und was ich dabei beachten sollte. Theo hat sicher schon seinen weisen Rat bereit.

Karte 5 steht für den Beginn von etwas Neuem